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TitaniaTraum

für Sopran, Countertenor, Bariton und neun Instrumente

Einführungstext

Die Taschenoper „TitaniaTraum“ umkreist das schwierige Verhältnis zwischen dem eifersüchtigen Oberon und seiner Gattin Titania, die er (ob gerechtfertigt oder nicht bleibt offen) der Untreue verdächtigt. In selbstzerstörerischem Rache-Rausch von seiner fixen Idee getrieben, träufelt Oberon der schlafenden Titania eine Art Liebesdroge in die Augen. Diese bewirkt, dass Titania das erste Wesen, das sie erwachend sieht, leidenschaftlich begehren muss. Zettel, ein Mischwesen aus Mensch und Esel, taucht auf und wird (unklar ob real oder imaginiert) von Titania verführt. Indem Oberon als Voyeur der Szene beiwohnt, erhärtet sich sein Verdacht, dass ihm Titania untreu sei. Die Falle, die er selbst gestellt hat, schnappt zu und bewirkt, dass er Titania für immer an ihren eigenen Traum verliert. 

Das – bei Shakespeare angelegte und in Thierry Brühls Textkondensat beibehaltene – reizvolle Changieren zwischen Wirklichkeit und Traumwelt findet in mehrfacher Hinsicht Entsprechungen in meiner Vertonung. Der sehr rasche Wechsel von neun Kurzszenen (1. Nach dem Streit 2. Titanias Traum und Oberons Rache 3. Tropfen und Verwandlung 4. Zettels Auftritt 5. Duett 6. Verführung 7. Notturno 8. Höhepunkt 9. Terzett) ist von der a-logischen Aufeinanderfolge unterschiedlicher Traumsequenzen inspiriert. Auch zahlreiche unerwartete musikalische Ereignisse (zum Beispiel der Einsatz der gelegentlich psychedelisch verzerrten E-Gitarre, die eselhafte Pseudo-Renaissancemusik des altenglisch singenden Zettel usw.) stehen in engem Zusammenhang damit.

Alle Aufführungen von TitaniaTraum

  • 28.09.2019 Szene Salzburg
  • 27.09.2019 Szene Salzburg
  • 26.09.2019 Szene Salzburg
  • 24.09.2019 Szene Salzburg