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Con moto

für sieben Instrumente

Einführungstext

Con Moto (italienisch „mit Bewegung“) ist eine Studie über das In-Gang-Setzen und Am-Laufen-halten unterschiedlicher Bewegungsmuster. Der erste Satz arbeitet – nach einer kurzen kanonartigen Einleitung, in der das melodisch-harmonische Material der Komposition gezeigt wird – mit kleinen Mustern, die sich gegeneinander verschieben. Vor allem der mehrfache Wechsel von zwei- zu dreizeitigen Rasterungen sorgt für eine belebte Grundstimmung. Kurz nach dem Kulminationspunkt des ersten Satzes schließt unmittelbar der zweite Satz an. Eine regelmäßige Folge von Harmonien wird mehrfach wiederholt, dabei leiten sich anfangs ganz langsame, im Lauf des Satzes immer schneller werdende Melodien ab, die eine soghafte Wirkung „nach oben“ mit sich bringen. Der dritte Satz beginnt mit einem kompakten, tiefen vierstimmigen Mixturklang in einer bestimmten rhythmischen Artikulation. Sowohl der Intervallgehalt als auch die rhythmische Ordnung werden permutiert, sodass sich der Satz gewissermaßen um sich selbst zu drehen beginnt. Dieser Prozess geht einher mit einem An- und Abstieg im Klangraum sowie einem Lauter- und Leiserwerden. Im letzten Satz lösen sich aus aufsteigenden Skalenbewegungen kleine tänzerische Melodie-Fragmente. Obwohl mehrere Einschübe den „Drive“ des Satzes unterbrechen, setzen sich die tänzerischen Partikel immer wieder durch. In einer grotesken Kadenz, bei der das Klavier hackbrettartig im Innenraum bespielt wird, überlagern sich alle Störelemente, bevor sich die Musik zu einer strettaartigen Schlusspassage (mit einer „walking bass“-Linie des Kontrabasses) verdichtet.